GÜNTER GRZEGA: Gemeinwohl-Ökonomie statt Neoliberalismus - ein Weg für uns alle.

Aktualisiert: vor 1 Tag

KIRCHBERG/JAGST

Der Neoliberalismus strebt nach optimalen Funktionsbedingungen für die Märkte. Möglichst wenig staatlich kontrolliert geht es stets um Wachstum nach dem Prinzip „Survival of the fittest“, also dem Gesetz des Stärkeren. Verlierer sind neben all jene Menschen die nicht zu den reichsten 10% gehören (welche 85% allen Vermögens besitzen). Wer jener Hälfte der Menschheit angehört welche gerade einmal 1% des weltweiten Vermögens ihr eigen nennen können zählt nicht zu den Gewinnern. Am Ende werden jedoch alle verlieren sollten wir an diesem System weiter festhalten. Die Rechnung wurde ohne die Natur gemacht. Das ewige Wachstum welches Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert wird sich bei allen rächen. Klimawandel, Ökozid, Hunger, Kriege, Flucht... niemand kann sich ausnehmen.


Wem dient eine gerechte Wirtschaft?

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein umfassendes Wirtschaftsmodell, basierend auf den Ideen des österreichischen Philologen und Publizisten Christian Felber, gemeinsam entwickelt mit 15 Unternehmerinnen und Unternehmern. Es beruht auf dem Fundament existentieller Fragen: Dient es dem Menschen? Dient es der Umwelt? Dient es dem Frieden?

Mehr als 2.000 Unternehmen unterstützen das Modell, rund 400 sind Mitglied oder haben bereits eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt, darunter die Sparda Bank München, Schachinger Logistik, Sonnentor, VAUDE, Lebenshilfe Tirol oder die Fachhochschule Burgenland.



Botschafter für ein soziales Wirtschaftssaystem

Günter Grzega war Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München. Als Bankinsider hat er Einblick in die Mechanismen der Wirtschaft und ihr zerstörerisches Wirken. Heute ist er Botschafter der GWÖ, Vortragsreisender und Vorstandsvorsitzender des Instituts für Gemeinwohlorientierte Politikberatung in Bonn. Über die GWÖ sagt er: „Eine grandiose Idee, die ich als ehemaliger Vorstandvorsitzender einer großen Genossenschaftsbank mit Begeisterung unterstütze. Dies könnte der Startschuss für eine Re-Demokratisierung des Bank- und Finanzwesens sein.“

Sein 2018 (als Coautor) erschienenes Buch trägt dann auch den Titel DIE VORSTUFE ZUM PARADIES für uns alle.

Aus der Buchbeschreibung:"Auf der Suche nach Antworten gehen wir zurück zu den Anfängen der Menschheit, tauchen ein in die Psychologie der heutigen Gesellschaft - und erzählen, wie das Jahr 2050 aussehen könnte, wenn sich das Konzept einer Gemeinwohl-Ökonomie durchsetzt."


Die Kirchen der Gemeinde Kirchberg an der Jagst konnten Günter Grzega als Redner gewinnen. Beim „Männervesper“ gewannen die Zuhörer Einblicke in das Thema Gemeinwohl-Ökonomie.



Informationen zur GWÖ unter https://web.ecogood.org/de/ welche auch die Grafiken zur Verfügung stellte.



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